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[Diabolos] Prolog

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Und wenn die 5 Krieger sich gefunden, so wird das Dunkle Rot fließen. Ihre Seelen werden hinauf steigen in die Ewigkeit um zu wandeln auf dieser Welt. Mit Hoffnung, Mut und Kraft im Herzen werden sie der Sünde entgegentreten.

1. Buch der Opportuna, Diabolos

„Kinya! Kinya! So warte doch!“, rief Sheila ihm lachend nach. Kinya blieb stehen, dort oben auf den Grünen Hügel, von dem man das ganze Tal aus überblicken konnte. Er drehte sich um, Sheila lief ihm entgegen und mit offenen Armen umfing er sie. Sheila, die Frau die er liebte. Die Frau, die er schon immer geliebt hatte, nie würde es eine andere für ihn geben. Seit 4 Wintern war sie nun schon seine Frau und noch immer waren sie glücklich. „Du sollst dich nicht so überanstrengen!“, sagte er leicht tadelnd zu ihr und legte seine Hand auf ihren Bauch. Sie verstanden einander schon immer ohne Worte. Und in etwa 6 Mondläufen würde er sein erstes Kind in den Armen halten können. Kinya zählte jetzt 26 Winter. Einst gab es eine Zeit, da wusste er weder ein noch aus. Es war die Zeit als er in Bloorfog ankam.

Dies war jetzt 11 Winter her, ein kleiner, verwahrloster Junge. Seit Tagen hatte er nichts gegessen, seine Kleider waren zerrissen und der Dreck klebte förmlich an ihm. Mitten auf der Straße brach er zusammen und als er seine Augen öffnete schaute er in die von Sheila. Sheilas Mutter war es, die ihn bei sich aufgenommen hatte, für ihn sorgte, als wäre er ihr eigener Sohn. Tagelang lag er im Fieberwahn, wälzte sich im Bett hin und her, sein kleiner Körper schien zu verbrennen. Und immer wieder hörte man nur: „Sin … Sin …“, aus seinem kleinen Mund. Sheila wich in diesen Tagen nicht mehr von seiner Seite und bald trat bei Kinya die Genesung ein. Seit jeher half er der Familie wo er konnte und es war für beide Kinder wie eine Selbstverständlichkeit, dass sie zusammen gehörten. Oft fragte Sheila ihn, woher er gekommen sei und jedes Mal gab er nur zur Antwort: „Ich weiß es nicht! Ich kann mich an nichts erinnern. Das einzige was mir einfällt ist das Wort Sin, aber was es bedeutet, warum grade dieses Wort mir einfällt ist mir immer noch ein Rätsel.“ Sheila schien ihm deswegen nicht böse und meinte oft lachend darauf: „Vielleicht bist du ja ein Prinz, der von zu Hause weggelaufen ist? Von ganz, ganz weit her, und um mich zu finden!“ „Wie sollte es auch anders sein, denn du bist nun mal meine Prinzessin!“ Dann, im Alter von 14 kam die Zeit der Trennung. Kinya wollte in den Dienst des Fürsten eintreten. Dort lernte er den Schwertkampf, das Bogenschießen und das Reiten. Man lehrte ihn das Lesen und Schreiben. Nach 6 weiteren Wintern trat er dort wieder aus. Er war siegreich gewesen, hatte sich viel Anerkennung verdient und viele Freunde gefunden. Von dem Geld, dass er sich dort verdient hatte, kaufte er für Sheila, ihrer Mutter und sich ein Stückchen Land, dass es nun zu bewirtschaften galt. Aber seine Mutter hatte nicht lange Freude daran. Kaum dass sie ihr Haus auf ihrem Land fertig hatten, erkrankte sie und starb kurze Zeit später. Es war für beide eine schwere Zeit, hatten sie, sie doch sehr geliebt. Aber dieser Schicksalsschlag schweißte beide nur noch mehr zusammen und nachdem sie eine Weile dort gelebt hatten, beschlossen sie, nun den Bund der Ehe einzugehen. Es war ein großes Glück für mich, dass ich Sheila und ihre Mutter getroffen habe, dachte er. Gemeinsam dort auf dem Hügel stehend betrachteten sie die untergehende Sonne und gingen in der Dunkelheit der Sterne zurück zu ihrem Haus.

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